Programm 2026
Orientierung in bewegten Zeiten
Impulse und Wissen rund um die Privatmedizin
TSP-Seminare und weitere Themen
Innovationen und Impulse, die Ihre Praxis wirklich weiterbringen!
Plenum
Renommierte Keyspeaker sowie Expertinnen und Experten aus Praxis, Politik und Wissenschaft teilen auf dem Podium ihr Wissen: Aktuelle Entwicklungen und strategische Denkanstöße für die Freiberuflichkeit in der Privatmedizin – unter Einbezug des Auditoriums.
Workshops
Hier geht’s ans Eingemachte: Im praktischen Teil des Kongresses erhalten Sie handfeste Tipps und Anregungen – konzentriert auf Ihre privatärztliche Tätigkeit. Interaktive Formate vermitteln konkret umsetzbares Wissen, z. B. zu medizinischen Themen, Praxisorganisation, Patientenfindung oder Leistungsabrechnung.
Ausstellung
Lernen Sie in der Ausstellung garantiert Neues kennen: Vom Ärztlichen Kongress-Fachbeirat ausgewählte Anbieter präsentieren ihre Innovationen zur privatärztlichen Diagnostik und Therapie, optimierter Organisation und Wirtschaftlichkeit Ihrer privatärztlichen Tätigkeit.
Momentan arbeiten wir intensiv an der Programmgestaltung des diesjährigen Kongresses. Hier finden Sie den jeweils aktuellen Stand der Programmentwicklung.
Unser Tipp: Bleiben Sie auf dem Laufenden: Abonnieren Sie unseren Newsletter.
Alle Kongressangebote im Plenumsprogramm und den Workshops sind für alle Teilnehmer frei zugänglich und im Ticketpreis enthalten. Workshops können spontan am Veranstaltungstag ohne Anmeldung ausgewählt werden.
Plenums-Vorträge 2026
Überblick
Spannende Vorträge und hochkarätige Diskussionen rund um die Zukunft der Privatmedizin – kompakt an einem Tag in Frankfurt.
Worauf wir uns (noch) verlassen können
11.00 – 11.15 Uhr · Dr. Norbert A. Franz
Begrüßung und Eröffnung des Kongresstages durch den PBV-Vorstand. Im Fokus: Die Entwicklung in Sachen GOÄneu – was im November 2026 feststeht! Einblick in die politische Perspektive und Ausblick auf den Tag.
Politik, Praxis, Perspektiven
11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Aus Veränderungen Chancen machen
Keynote:
Dr. Katja Linke, niedergelassene Hausärztin in reiner Privatpraxis und Mitglied im Vorstand des Verbandes der Privatärztlichen Verrechnungsstellen PVS
Welche Auswirkungen haben die aktuellen gesundheitspolitischen Entscheidungen auf die Niedergelassenen? Was steht bereits unverrückbar fest, was zeichnet sich ab? Wie nachhaltig werden diese Veränderungen die ambulante Versorgung verändern? Und welche Chancen ergeben sich gerade für die Privatbehandlung?
Frau Dr. Linke schlägt die Brücke zwischen den gesundheitspolitischen Perspektiven und ihren Erfahrungen aus ihrer eigenen erfolgreichen Privatpraxis. Sie zeigt auf, welche strategischen Konsequenzen für die eigene Praxis sich daraus ableiten lassen.
Anschließend: Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Standesvertretung und Verbänden.
Moderation: Hauke Gerlof, ÄrzteZeitung
Medizin im Plenum: Behandlungskonzepte
14.45 Uhr – 15.45 Uhr
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) - Überschätzter Hype oder sinnvolle Ergänzung der Behandlung?
Kaum eine medizinisches Behandlungsoption wird derzeit kontroverser diskutiert als Digitale Gesundheitsanwendungen. Sind DiGAs ein echter, nachhaltig wirksamer medizinischer Fortschritt? Verbessern Sie – ob kurativ oder präventiv – die Behandlungsoptionen und können sie uns sinnvoll unterstützen? Oder bedrohen sie eher die persönliche ärztliche Kompetenz?
Keynote: Dr. Alexander Grebe, Facharzt für Allgemeinmedizin und niedergelassener Hausarzt, Köln – ausgewiesener Experte und DiGA-Kenner, Köln
Anschließend:
Podiumsdiskussion zur praktischen Relevanz im Praxisalltag, Fragen des Einsatzes und der Verordnung -speziell auch im Rahmen der Privatbehandlung. Ihre Fragen erwünscht!
Dr. Alexander Grebe (Facharzt Allgemeinmedizin, Köln), Prof. Dr. Gerhard Zenner (Entwickler einer DiGA zur Behandlung chronischer Schwindelerkrankungen und CEO von Digitineers) sowie Dr. Florian Reuther (PKV)
Moderation: Hauke Gerlof, ÄrzteZeitung
Wirtschaftlichkeit der Praxis
17.30 Uhr – 18.15 Uhr ·
Veränderungen als Chance - Die erfolgreiche Praxis von morgen beginnt am Montag
Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und damit auch für Ihre Leistungserbringung verändern sich dynamisch, radikal und immer rasanter. Entscheidend: Wie Sie sich mit Ihrer Praxis darauf einstellen, die richtigen Konsequenzen ziehen.
Genau darum geht es im wirtschaftlichen Teil des Plenums. Mit ausgewiesener Expertise zeigen wir auf, wie Sie sich mit Ihrer Privatbehandlung heute so aufstellen können, dass sie von den kommenden Veränderungen mit mehr Umsatz und persönlichem Gewinn im neuen Jahr profitieren – statt von ihnen ausgebremst zu werden.
Podiumsdiskussion mit Plenumsfragen:
Christian Finke, Düsseldorf (Praxismarketing)
Heike Junge-Rappenberg, Soest (Praxismanagement)
Dr. Katja Linke, Viernheim (PVS Südwest)
Offizieller Abschluss
18.15 Uhr · PBV-Vorstand
Verabschiedung durch den PBV-Vorstand
Schlusswort und Verabschiedung, Verlosung einer Apple Watch unter den Teilnehmern der Aussteller-Rallye
ab 18.30 Uhr – Get together
Ungezwungener, bewirteter Austausch mit Referenten und dem PBV-Vorstand.
Workshops 2026
Überblick
Expertenwissen für Ihre Praxis
Konzentriert auf die privatärztliche Tätigkeit
Programmentwicklung Stand August 2026 – Alle Workshops im Umfang von je 45 Min.; Auswahl spontan am Veranstaltungstag ohne Anmeldung – Festlegung der Workshopzeiten und Räume erfolgt bis Ende Oktober – Änderungen aus wichtigem Grund vorbehalten
Raum (--) | 45 min.
Kollegenrat
Jetzt durchstarten: Mit der eigenen Privatpraxis!
Dr. med. Christoph Gepp, Dr. med. Therese Höflich
Mehr als 30 Jahre Erfahrung für ihre Niederlassung mit der eigenen Privatpraxis: Der Workshop der beiden Praktiker soll den Impuls zur Niederlassung als Privatarzt geben oder vertiefen. Es werden sowohl die Grundlagen für einen Einstieg in die Privatpraxis als auch den möglichen Umstieg in die Privatpraxis erörtert.
Mehr Informationen
Die Rahmenbedingungen haben sich für Privatärzte in den letzten Jahren enorm verbessert, während in der Kassenversorgung – finanziell wie bürokratisch – die Daumenschrauben immer weiter angezogen wurden. Immer mehr Kollegen erwägen offensichtlich den Um- oder Einstieg in die reine Privatpraxis. Profitieren Sie von der Kombination aus langjähriger Erfahrung (Dr. Christoph Gepp) und erfolgreicher Durchstarterin (Dr. Therese Höflich). Letztere beleuchtet am eigenen Vorgehen zudem, wie KI gezielt bei der Erstausrüstung – von der Website über Textbausteine für E-Mails, Arztbrief und mehr Ihnen bei der Neuaufstellung dienlich sein kann.
Dr. med. Christoph Gepp
Nidergelassener Privatarzt für Allgemeinmedizin, Darmstadt PBV-Vorstand
Dr. med. Therese Höflich
Niedergelassene Privatärztin – Psychiatrie und Psychotherapie, Frankfurt
Raum (--) | 45 min
Privatleistungen 2026
Update evidenzbasierte Diagnose- und Therapieinnovationen
Dr. med. Wolfgang Grebe
Sorgsam ausgewählte, medizinisch sinnvolle Behandlungen, von Fachgesellschaften und Körperschaften anerkannt/empfohlen und in die Privatbehandlung der Patienten zielführend integrierbar.
Mehr Informationen
Im Fokus stehen aktuell neue, evidenzbasierte Diagnostik und Therapien als Privatleistung, die aktuell die präventive wie kurative Behandlungsmöglichkeiten der Patienten innovativ erweitern. Von der grundsätzlichen medizinischen Relevanz und Wirkungsweise über die Methodik bis zur Integration in den Behandlungsraum- und Praxisablauf – ausgewählt und vorgestellt vom versierten Praktiker, erprobt in der eigenen Praxis.
Dr. med. Wolfgang Grebe
Internist und Sportmediziner, Frankenberg/Eder
Raum (--) | 45 min, zweimal inhaltsgleich
E-Rechnung und Altersvorsorge
2027 im Blick: E-Rechnung meistern, Vorsorge neu denken
Luba Fischer, Victor Günther
2027 bringt Veränderungen, die Sie als Praxisinhaber gleich doppelt betreffen: Die E-Rechnung wird vielfach Pflicht – und bei der Altersvorsorge eröffnen sich neue Möglichkeiten. Was müssen Sie für Ihre Praxis jetzt vorbereiten? Und was bedeuten Förderrente, Altersvorsorgedepot & Co. für Sie und Ihre Familie …
Mehr Informationen
Ab dem 1.1.2027 wird die E-Rechnung für viele Unternehmen – u.a. auch für Praxen ab einer bestimmten Umsatzgröße – verpflichtend. Was bedeutet die Neuregelung konkret für meine Praxis? Welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen sind zu schaffen, welche Abläufe sollten angepasst werden – und welche Übergangsfristen können noch genutzt werden?
Im zweiten Teil richten wir den Blick von der Praxis auf Ihre persönliche Zukunft: Was steckt hinter der neuen Förderrente und dem Altersvorsorgedepot? Welche Chancen ergeben sich für Ihre eigene Altersvorsorge und die Ihrer Familie? Und wie hoch ist der einkommensteuerpflichtige Anteil Ihrer Rente ab 2027? Ein kurzer Exkurs zur Aktivrente rundet den Workshop ab – interessant für alle, die auch nach dem Renteneintritt beruflich aktiv bleiben möchten.
Zwei Themen, ein gemeinsamer Fokus: Was 2027 für Sie verändert – und worauf Sie sich bis Jahresende vorbereiten sollten.
Luba Fischer
ETL Advisa, Frankfurt/Main
Victor Günther
ETL Advisa, Frankfurt/Main
Raum (--) | 45 min, zweimal inhaltsgleich
Financial Planning
Vermögens- und Nachfolgeplanung – 5 Fehler vermeiden
Iris Hoschützky, Thomas Brunner
Vermögens- und Nachfolgeplanung stellt Ärztinnen und Ärzte vor besondere Herausforderungen. Anhand von fünf typischen Fällen erfahren Sie, welche Stolpersteine Vermögen, Familie und Praxisnachfolge gefährden können – und wie sich diese frühzeitig vermeiden lassen.
Mehr Informationen
Im Vortrag beleuchten wir fünf typische Fehler, die bei der Vermögens- und Nachfolgeplanung von Ärztinnen und Ärzten immer wieder auftreten. Dazu zählen unklare Vermögensstrukturen, fehlende Vollmachten, ungeeignete Testamentsregelungen sowie Versäumnisse bei Schenkungen und der Praxisnachfolge. Konkrete Beispiele verdeutlichen mögliche finanzielle, steuerliche und familiäre Konsequenzen und zeigen bewährte Lösungsansätze auf. Ziel ist es, das eigene Vermögen vorausschauend zu strukturieren, die Praxisnachfolge rechtzeitig vorzubereiten und die Übertragung auf die nächste Generation verlässlich zu gestalten.
Iris Hoschützky
Merkur Privatbank
Bankbetriebswirtin, Financial Planner CFP®, CFEP®
Vorstandsmitglied des Financial Planning Standards Board
Thomas Brunner
Merkur Privatbank
Financial Planner
Raum (--) | 45 min, zweimal inhaltsgleich
KI in der Praxisverwaltung
Einsatz von KI in der Privatmedizin: Grundlagen für Ärzte
Dr. Sohrab Shojaei Khatouni
Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Privatpraxis — von der automatischen Dokumentation bis zum KI-Telefon. Doch viele Ärzte zögern: Was dürfen Sie datenschutzrechtlich einsetzen? Welche Anforderungen stellen DSGVO und ärztliche Schweigepflicht an KI-Anwendungen? Und woran erkennen Sie, ob ein Anbieter diese erfüllt?
Mehr Informationen
Dieser Workshop legt das Fundament:
– Rechtlicher Rahmen: DSGVO, Schweigepflicht (§ 203 StGB) und EU AI Act — was davon für Ihre Praxis
wirklich relevant ist
– Praktische Prüfkriterien: Serverstandort, Auftragsverarbeitung, Patienteneinwilligung — Ihre Checkliste für jede KI-Entscheidung
– Typische Fallstricke aus dem Praxisalltag — und wie Sie sie vermeiden
Unser Tipp: Der Workshop bildet gleichzeitig den Auftakt einer insgesamt dreiteiligen Schulungsreihe von ClinicOS, dem neuen Kongress-Themenpartner für Digitalisierung und KI. Die vertiefenden Veranstaltungen finden als Online-Webinare im ersten Quartal 2027. Säule 2 vertieft den praktischen KI-Einsatz im Praxisablauf (Dokumentation, Telefon, Abrechnung), Säule 3 behandelt die Einführung im eigenen Team — von der Anbieterauswahl bis zur Schulung der MFAs. Termine und Anmeldung in Kürze im Innovationsforum Privatmedizin.
Dr.-Ing. Dr. med. cand. Sohrab Shojaei Khatouni
wissenschaftlicher Leiter und Mitgründer von ClinicOS, des neuen Themenpartners für Digitalisierung und KI
Raum (--) | 45 min, zweimal inhaltsgleich
GOÄ-Sprechstunde
GOÄneu – Auswirkungen auf die niedergelassene Praxis
Gabriele Fischer
Die neue GOÄ verändert mehr als einzelne Gebührenziffern. Sie verändert die Art, wie privatärztliche Leistungen künftig bewertet und vergütet werden. Mit diesem Vortrag erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen und den damit verbundenen notwendigen Änderungen in Ihrem Praxisalltag in Bezug auf die Dokumentation von Diagnose(n) und Leistung(en)
Für Privatärzte stellt sich deshalb die Frage, wie sich typische Behandlungsfälle in der täglichen Praxis künftig abrechnen lassen und welche Auswirkungen dies auf die Honorierung hat.
Mehr Informationen
Gabriele Fischer
Leiterin Gebührenreferat – PVS Südwest
Raum (--) | 45 min
Kardiovaskuläre Prävention · Healthy Longevity
Von der Pulswelle zum Kardiovaskulären Zwilling
Dr. med. Wolfgang Grebe, Dipl. Ing. Gerhard Schumacher
Die meisten kardiovaskulären Erkrankungen entwickeln sich schleichend über einen längeren Zeitraum. Der Workshop zeigt, wie der KI-basierte Kardiovaskuläre Zwilling funktionelle Zusammenhänge zwischen Herz und Gefäßen sichtbar macht und dank frühzeitiger, patientenzentrierter, individualisierter Prävention moderne kardiovaskuläre Medizin und eine verbesserte ärztliche Beratung unterstützen kann.
Mehr Informationen
- Analyse des Herz-Kreislauf-Systems statt isolierter Surrogat- und Einzelparameter
- Frühzeitiges Erkennen funktioneller Veränderungen zur gezielten Prävention und Verlaufskontrolle
- Individualisierte Präventions- und Therapiebegleitung
- A Visualisierung komplexer Zusammenhänge zur Patientenaufklärung
- Integration in Präventions-, Longevity- und Check-up-Konzepte
Dr. med. Wolfgang Grebe, Frankenberg/Eder
Internist und Sportmediziner, wissenschaftlicher Referent
Raum (--) | 20 min (Impulsvortrag)
Patientenvertrauen
KI in der Arztpraxis: Was bei PatientInnen Vertrauen schafft
Marc Däumler
Der Einsatz von KI in der ambulanten Versorgung nimmt zu. Der Workshop vermittelt den aktuellen Kenntnisstand zur Akzeptanz von KI durch Patientinnen und Patienten und zeigt, wie Ärztinnen und Ärzte KI transparent, verantwortungsvoll und vertrauensfördernd in den Praxisalltag integrieren können.
Mehr Informationen
Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für Diagnostik, Dokumentation und Praxisorganisation. Gleichzeitig stellt ihr Einsatz Ärztinnen und Ärzte vor neue kommunikative, ethische und rechtliche Herausforderungen. Studien zeigen, dass die Akzeptanz von KI maßgeblich davon abhängt, wie die Praxis den Einsatz erklärt und weniger, wie die KI tatsächlich eingesetzt wird.
- den aktuellen Stand der Forschung zur Akzeptanz von KI durch Patientinnen und Patienten,
- vertrauensfördernde Kommunikation beim Einsatz KI-gestützter Anwendungen,
- typische Einsatzfelder von KI in der ambulanten Versorgung sowie deren Chancen aber auch Grenzen des Einsatzes,
- konkrete Handlungsempfehlungen im Marketing.
Der Impulsvortrag richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die in Ihrer Praxis einen fachlich fundierten KI-Einsatz patientenfreundlich gestalten möchten.
Marc Däumler,
Excognito Berlin
Raum (--) | 45 min
Mikrobiom/Longevity
Feinde werden Freunde: Mikrobiom fördert Langlebigkeit
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk
Veränderung des Mikrobioms gehören zu den „Hallmarks of Aging“. Mit dem Alter verliert das Mikrobiom zunehmend an Diversität. Proinflammatorische Keime gewinnen die Oberhand. Zusammen mit der Ausbildung eines „Leaky Gut Syndroms“ fördert das chronisch niederschwellige Entzündungsprozesse und damit den Alterungsprozess insgesamt.
Mehr Informationen
Am Beginn der medizinischen Mikrobiologie stand zumeist die Fragestellung: Welches Bakterium verursacht welche Erkrankung? Und wie lässt sich dies am effektivsten eliminieren? Heute wissen wir: Weniger als ein Prozent aller Bakterien wirken auf uns als Pathogene. Mit den allermeisten leben wir nicht nur friedlich zusammen, sondern formen mit ihnen eine Symbiose zum gegenseitigen Nutzen. Bakterien helfen uns, Nahrungsbestandteile zu verwerten, die unsere Verdauungsenzyme nicht aufspalten können. Sie produzieren kurzkettige Fettsäuren, die antiinflammatorisch wirken. Und sie unterstützen unser Immunsystem in vielfältiger Weise.
Allerdings kommt es im Alter zunehmend zu Veränderungen des Mikrobioms, die sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Durch eine gezielte Ernährung und den kombinierten Einsatz von Prä- und Probiotika lassen sich diese Veränderungen jedoch weitgehend kompensieren.
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk
Gynäkologe, Arzt für Ernährungsmedizin und Osteologie, Nürnberg
Raum (--) | 45 min
Hygiene mit Konzept
Achtung Kontrolle! Was tun, wenn die Behörde kommt?
Markus Sobau
Hygiene ist in jeder Arztpraxis selbstverständlich – doch sind wirklich auch alle Vorgaben erfüllt und sauber dokumentiert? Welche Anforderungen gelten, worauf achten Behörden bei Prüfungen und wie lässt sich ein professionelles Hygienekonzept ohne unnötigen Aufwand etablieren? Der Workshop zeigt, wie Sie Hygiene strukturiert, praxistauglich und mit fachkundiger Unterstützung umsetzen können – und welche Fördermöglichkeiten dabei bestehen.
Mehr Informationen
Hygiene gehört zum Praxisalltag. Doch zwischen gelebter Sauberkeit und einem nachvollziehbaren, den geltenden Anforderungen entsprechenden Hygienekonzept liegt mitunter ein entscheidender Unterschied. Welche Vorgaben müssen Arztpraxen tatsächlich beachten? Was muss dokumentiert werden? Und wie gut wäre Ihre Praxis vorbereitet, wenn sich eine Behörde zur Prüfung ankündigt?
Der Workshop bringt Klarheit in die Anforderungen und zeigt einen pragmatischen Weg von der Bestandsaufnahme bis zum strukturierten Hygienekonzept. Dabei geht es nicht darum, noch mehr Bürokratie in den Praxisalltag zu bringen, sondern bestehende Abläufe sinnvoll zu systematisieren, notwendige Unterlagen und Handbücher zu erstellen und Verantwortlichkeiten eindeutig zu regeln.
Und es muss nicht alles in Eigenregie geschehen: Anhand eines konkreten Beratungs- und Zertifizierungskonzepts erfahren Sie, wie externe Experten bei Analyse, Umsetzung und Vorbereitung auf behördliche Prüfungen unterstützen können. Zudem wird erläutert, unter welchen Voraussetzungen für eine solche Beratung staatliche Fördermittel in Betracht kommen können.
Ein Workshop für alle Praxisinhaber, die beim Thema Hygiene nicht nur ein gutes Gefühl, sondern ein gutes System haben möchten.
Markus Sobau
Markus Sobau, Geschäftsführer Consularis GmbH,
Fachberater Arbeitssicherheit und DEKRA Hygieneberater
Raum (--) | 20 min Impulsvortrag
Patientengewinnung im Web
Ist die Google-Suche tot und KI „das neue Ding“?
Christian Finke
Immer mehr Patienten suchen nicht mehr über klassische Suchmaschinen, sondern fragen KI-Assistenten nach einer geeigneten Ärztin oder einem geeigneten Arzt. Welche Folgen hat das für Privatpraxen und die Gewinnung von Wunschpatienten? Erfahren Sie, wie Sie Ihre Website und Ihre Online-Präsenzen heute so gestalten, dass Ihre Praxis auch künftig gefunden und von der KI empfohlen wird.
Mehr Informationen
Der Impulsvortrag zeigt, wie sich Hausarzt- und Facharztpraxen auf diese Entwicklung einstellen können und gezielt für ihre Wunschpatienten sichtbar werden:
- Wie Patienten jetzt schon nach Ärzten suchen
- Welche Informationen KI-Systeme über Ihre Praxen auswertet
- Welche Inhalte auf Ihrer Website künftig besonders wichtig sind
- Bewertungen, Expertise und digitale Sichtbarkeit erfolgreich nutzen
- Konkrete Empfehlungen für die eigene Praxis – ohne technisches Vorwissen
Zugabe?
Für den Jahresbeginn 2027 folgt dann im Innovationsforum Privatmedizin ein Online-Webinar zur praktischen Umsetzung der in diesem Workshop erlangten Erkenntnisse für Ihre eigene Praxis. Seien Sie gespannt!
Christian Finke
Finke Praxismarketing, Düsseldorf
Raum (--) | 45 min
Multimodale Adipositas-Therapie
Leitliniengerecht, strukturiert und nachhaltig wirksam
Dr. med. Anne Freund, Dr. med. Gernot Sachs
Erfolgreiche Adipositastherapie erfordert weit mehr als eine reine Gewichtsreduktion. Der Workshop vermittelt die Grundlagen einer qualitätsgesicherten, leitliniengerechten Behandlung und zeigt, wie durch einen multimodalen Therapieansatz nachhaltige Behandlungserfolge erzielt werden können.
Mehr Informationen
Die Behandlung der Adipositas entwickelt sich zunehmend zu einer strukturierten, langfristig angelegten Versorgung. Im Workshop lernen die Teilnehmenden die Grundlagen einer qualitätsgesicherten Diagnostik und Therapie nach den aktuellen Empfehlungen der S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas kennen.
Anhand des patientenzentrierten Behandlungspfads im 5-A-Modell (Ask, Assess, Advice, Agree, Assist) wird die gesamte Therapie – von der ersten Ansprache bis zur langfristigen Begleitung – praxisnah dargestellt. Erläutert wird, wie eine strukturierte Anamnese und Diagnostik erfolgen, wie Patienten über die verschiedenen Behandlungsoptionen informiert werden und wie gemeinsam realistische Therapieziele vereinbart und nachhaltig unterstützt werden können.
Die fünf tragenden Säulen der modernen Adipositastherapie:
– Bewegung,
– Ernährung,
– Verhalten,
– medikamentöse Therapie
– bariatrische Chirurgie
Der Workshop zeigt den jeweiligen Stellenwert dieser Therapieformen, ihre Einsatzgebiete und ihre sinnvolle Kombination im Rahmen eines multimodalen Behandlungskonzeptes, abgerundet durch Empfehlungen zum Aufbau einer strukturierten Netzwerkversorgung sowie durch praxistaugliche Instrumente, wie Sie ihre PatientInnen langfristig erfolgreich zu begleiten und den Therapieerfolg nachhaltig sichern.
Dr. med. Anne Freund
Fachärztin für Allgemeinchirurgie, Sana Klinikum Offenbach
Dr. med. Gernot Sachs
Hausärztlicher Internist, Diabetologe und Adiposiologe, Hückelhoven
Raum (--) | 45 min
Tinnitus auris
Diagnostik und Therapie des Tinnitus auris - akut, chronisch
Dr. med. Matthias O. Heinze
Die Untersuchung und Behandlung von Patienten mit akuten der dauerhaften Beschwerden mit Ohrgeräuschen ist eine häufige Fragestellung in der (HNO-)ärztlichen Praxis. Anhand von Fallbeispielen …
Mehr Informationen
… wird aufgezeigt, wie in Diagnostik und Therapie Patienten mit akuten oder chronischem Tinnitus auris geholfen werden kann. Differentialdiagnostische Überlegungen sind dabei eine häufige Fragestellung, die sowohl den HNO-Arzt wie auch an den Allgemeinmediziner herangetragen werden. Entsprechend werden ein empfohlenes Vorgehen und zugehörige Therapieoptionen erläutert.
Dr. Matthias O. Heinze
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dillingen/Saar
Raum (--) | 45 min
Digitale Prozesse 2027
Wie sicher ist Ihr Datenschutz?
Markus Sobau
Die DSGVO ist längst Alltag – doch beim digitalen Datenschutz in der Arztpraxis gibt es viele Änderungen. Neue Prozesse, Gesundheitsdaten, KI, Website, Kommunikation mit Patienten und die zunehmende Vernetzung schaffen neue Anforderungen und Stolperfallen. Was hat sich bereits verändert, was kommt 2027 auf Praxen zu – und wo besteht heute Handlungsbedarf? Ein kompaktes Datenschutz-Update mit Praxischeck.
Mehr Informationen
„DSGVO? Haben wir damals in 2018 gemacht.“ – Beim Datenschutz kann diese Antwort inzwischen zum Risiko werden. Gerade Arztpraxen arbeiten täglich mit besonders sensiblen Gesundheitsdaten, während sich die Rahmenbedingungen laufend verändern: neue digitale Anwendungen und Kommunikationswege, elektronische Gesundheitsdaten, KI, externe Dienstleister und wachsende Anforderungen an technische und organisatorische Schutzmaßnahmen.
Der Workshop zeigt, was sich beim Datenschutz bereits getan hat und welche Entwicklungen Praxisinhaber mit Blick auf 2027 und die kommenden Jahre kennen sollten. Wo lauern typische Schwachstellen – von der Anmeldung am Empfang über Praxissoftware und Mitarbeiterzugriffe bis zu Website, KI, E-Mail und digitaler Patientenkommunikation? Welche Dokumentationen müssen aktuell sein? Und wann braucht eine Praxis überhaupt einen Datenschutzbeauftragten?
Dabei bleibt es nicht bei der Theorie: Sie erfahren, wie sich der Datenschutz Ihrer Praxis systematisch überprüfen, auf einen aktuellen Stand bringen und anschließend dauerhaft organisieren lässt – von der Bestandsaufnahme und Schwachstellenanalyse über die notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen bis zu Pflichtdokumenten, Datenschutzhandbuch und Mitarbeiterschulung. Auch Möglichkeiten einer staatlichen Förderung entsprechender Beratungsleistungen werden angesprochen.
Ein Datenschutz-Update für Praxisinhaber, die wissen möchten: Was gilt heute, was kommt auf uns zu – und ist unsere Praxis darauf vorbereitet?
Markus Sobau
Geschäftsführer Consularis GmbH
TÜV-Süd zert. Datenschutzbeauftragter
Raum (--) | 45 min
Gefäßmedizin · Mikrozirkulation
Aktuelle Therapieansätze bei Mikrozirkulationsstörungen
Dr. med. Martin Freiherr von Rosen
Mikrozirkulationsstörungen sind ein relevanter pathophysiologischer Faktor bei zahlreichen akuten und chronischen Erkrankungen. Der Vortrag vermittelt den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu therapeutischen Strategien und deren Bedeutung für eine patientenorientierte Versorgung.
Mehr Informationen
Störungen der Mikrozirkulation beeinträchtigen die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gewebes und spielen bei zahlreichen akuten und chronischen Erkrankungen eine wesentliche Rolle. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse verdeutlichen die Bedeutung therapeutischer Strategien, die auf eine Verbesserung der Mikrozirkulation und der Gewebeperfusion abzielen.
Der Vortrag gibt einen evidenzbasierten Überblick über die Pathophysiologie der Mikrozirkulation sowie über aktuelle therapeutische Ansätze und deren klinische Einordnung. Im Mittelpunkt stehen die wissenschaftliche Evidenz, potenzielle Einsatzgebiete sowie der patientenrelevante Nutzen im Hinblick auf Symptomverbesserung, Funktionsfähigkeit und Lebensqualität. Ziel ist es, den Teilnehmenden einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zu vermitteln und die Bedeutung mikrozirkulationsorientierter Therapiekonzepte für die klinische Praxis kritisch zu diskutieren.
Dr. med. Martin Freiherr von Rosen
Naturheilkunde-Naturmedizin, Praxis und Klinik, Gersfeld
Raum (--) | 45 min
Strukturierte Präventionsmedizin
Kontinuierliches Gesundheitsmonitoring
Dr. Ahmed Sirfy, Jan Baumann
Der klassische Check-up erzeugt Einzelbefunde, die beim Patienten selten Verhalten verändern: Vorsorge wirkt und nutzt dem Patienten aber erst als Prozess — nicht als jährliche Momentaufnahme. Der Workshop zeigt anhand eines praxisnahen Fallbeispiels, wie aus dem einmaligen Check-up eine fortlaufende Betreuung wird, in der Ihr Patient Verläufe versteht, Ziele mitträgt und dranbleibt …
Mehr Informationen
Anhand eines durchgehenden Behandlungsfalls entwickelt der Workshop exemplarisch einen fortlaufenden Vorsorgepfad mit echtem Patientennutzen:
Von der strukturierten Eingangsuntersuchung über die Auswahl verlaufsfähiger Kontrollparameter bis zu unterjährigen Verlaufskontrollen. Im Mittelpunkt steht die Partnerschaft mit dem Patienten — wie Befunde so vermittelt werden, dass sie Gesundheitskompetenz aufbauen statt zu verunsichern, wie realistische Ziele gemeinsam vereinbart werden und wie die Praxis Motivation über Monate aufrechterhält. Digitale Verlaufskontrollen werden dort eingeordnet, wo sie medizinisch tragen: relevante Entwicklungen zwischen den Arztterminen sichtbar zu machen und das Arztgespräch vorzubereiten. Sie lerne, wie Sie zum Nutzen des Patienten::
- den Unterschied zwischen punktueller und fortlaufender Vorsorge einordnen,
- eine strukturierte Eingangsuntersuchung und geeignete Verlaufsparameter auswählen,
- Befunde patientengerecht vermitteln und Gesundheitskompetenz des Patienten gezielt aufbauen,
- realistische Vorsorgeziele partnerschaftlich vereinbaren,
- digitale Verlaufsinstrumente medizinisch sinnvoll in die Langzeitbetreuung integrieren,
- einen praktikablen fortlaufenden Vorsorgepfad entwickeln.
Dr. Ahmad Sirfy,
Facharzt für Allgemeinmedizin, München
Jan Baumann,
Facharzt für Allgemeinmedizin, München
Raum (--) | 45 min
Neurodegenerative Erkrankungen
Morbus Alzheimer - moderne Früherkennung
Prof. Dr. med. Emrah Düzel
Der Workshop gibt einen differenzierten Überblick über den aktuellen Stand der Früherkennung der Alzheimer-Krankheit: Blutbiomarker, Bildgebungsverfahren und digitale Testtools im Vergleich sowie deren Stellenwert in der klinischen Diagnostik und im Praxisalltag.
Mehr Informationen
Der Fokus liegt auf dem aktuellen Stand der Alzheimer-Diagnostik im Bereich der Früherkennung. Im Mittelpunkt stehen Blutbiomarker wie Amyloid-Beta und p-Tau217 sowie deren Stellenwert in der klinischen Anwendung. Ergänzend werden Bildgebungsverfahren wie PET und MRT im Vergleich zu neueren diagnostischen Ansätzen vorgestellt. Digitale Kognitionstests werden als weiteres Instrument der Diagnostik behandelt. Darüber hinaus werden aktuelle Diagnosekriterien und deren Einordnung im klinischen Kontext erläutert. Fallbeispiele veranschaulichen die besprochenen Verfahren.
Prof. Dr. med. Emrah Düzel
Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung (IKND), Magdeburg
News
Innovationen
Intravenöse Sauerstofftherapie mit Applimed-O2 1000
Das Applimed-O2 1000 ist ein Medizinprodukt zur kontrollierten intravenösen Applikation von medizinischem Sauerstoff im Rahmen der Oxyvenierung nach Dr. med. H. S. Regelsberger.
Molekulare PCR-Diagnostik am PoC
Die Bioeksen-Technologie vereint Nukleinsäure-Extraktion, Real-Time-PCR, Erreger-Detektion und automatisierte Ergebnisübermittlung in einem kompakten CE-IVD-System.
Diagnose App neotivCare bei leichter MCI
Die neotivCare App unterstützt Ärzt:innen bei der Diagnose leichter kognitiver Störungen (MCI) und beim Monitoring kognitiver Veränderungen.